Den geschlossenen Policenfonds geht es an den Kragen.

Die Kanzlei PWB Rechtsanwälte erwartet Klagewellen.

Den geschlossenen Policenfonds geht es an den Kragen.

Jena, 11. Mai 2012. Immer mehr Privatanleger in Deutschland, die in geschlossene Policenfonds investiert haben, wollen gegen Emissionshäuser, Berater und Banken klagen, berichtet die Kanzlei PWB Rechtsanwälte (www.pwb-law.com).

Experten schätzen, dass deutschlandweit etwa 200.000 Privatanleger in geschlossene Policenfonds investiert haben. Noch vor fünf Jahren kauften Unternehmen Versicherungspolicen im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Doch seit dem Jahr 2010 fließt kein frisches Geld mehr in die geschlossenen Policenfonds. Im Jahr 2011 lag die Gesamtsumme der Verträge gerade noch bei 200 Millionen Euro. Rechtsanwalt Holm Hartwig von der Kanzlei PWB Rechtsanwälte glaubt, dass dieses Geschäftsmodell im Sterben liegt. “Viele dieser Fonds wurden schon abgewickelt”, weiß Hartwig. “Viele andere stecken in der Abwicklung. Das verdeutlicht, dass das Geschäft mit den Lebensversicherungen nicht mehr so gut läuft.” Unlängst hat auch die Deutsche Bank beschlossen, ihren DB Kompass Life 3-Fonds aufzulösen. Die Anleger sollen ohne Verluste aus diesem amerikanischen Fonds aussteigen können, der auf die Lebenserwartung von Menschen spekuliert.

Immer mehr Anleger wollen sich juristisch zur Wehr setzen

Anfang der neunziger Jahre war der Handel von Lebensversicherungen am Zweitmarkt ein gutes Geschäft. “Diese Zweitmarktpolicen wurden oft in geschlossenen Fonds gebündelt”, erklärt RA Hartwig. “Mit dem investierten Anlegergeld kauften die Fonds deutsche, britische und amerikanische Lebensversicherungspolicen.” Insgesamt, so eine Expertenschätzung, wurden in den vergangenen zehn Jahren gut acht Milliarden Euro in geschlossene Lebensversicherungsfonds (LV-Fonds) investiert. Jetzt, da immer mehr Gesellschaften hohe Verluste ankündigen und die vorhergesagten Ausschüttungen nicht bezahlen können, wollen sich immer mehr Anleger juristisch zur Wehr setzen. Die Prospekte, so die Argumentation, hätten nicht ausreichend über die zum Teil erheblichen Risiken aufgeklärt. Das sieht auch Kanzleiinhaber Philipp Wolfgang Beyer so: “In unserer Kanzlei häufen sich diesbezügliche Anfragen. Von ausführlicher Beratung hinsichtlich der Risikoaufklärung kann bei dieser Art der Kapitalanlage nicht immer die Rede sein.” Hartwig ist einer der Rechtsanwälte, die sich auf Kapitalanlagerecht spezialisiert haben. Auch er weist immer wieder auf die Prospekthaftung hin. “Ein Fonds, der beispielsweise britische LV-Policen gekauft hat, für die es übrigens sehr oft keine Mindestverzinsung gibt, kann eine solche Beteiligung nicht als sichere Altersvorsorge verkaufen”, so Hartwig. “Der Berater, die Bank oder die Emittentin hat damit in nicht ausreichendem Maße auf die Risiken der Kapitalanlage hingewiesen.”

Experten erwarten Klagewelle

Auch vielen deutschen Lebensversicherungsfonds geht langsam die Luft aus. “Das liegt daran”, weiß Hartwig, “dass diese in der Vergangenheit teilweise bis zu 60 Prozent kreditfinanziert wurden. Das heißt: Neben den Fondskosten müssen sie auch noch die Zinsverpflichtungen für die Kredite erwirtschaften.”

Die so genannte “Wette auf den Tod”, wie der Handel mit Lebensversicherungen trefflich bezeichnet wird, kam in den 90er Jahren in Amerika auf. Todkranke Menschen verkauften ihre Versicherungspolicen, weil ihnen von den Käufern mehr Geld gezahlt wurde, als bei der Versicherungsgesellschaft, die den Vertrag storniert hätte. Die Käufer bezahlten die Policen weiter, bis die Patienten starben. Auch wenn es schon immer moralische und ethische Bedenken gegen diese Art der Geschäftsmacherei gab, so sah man dieses Geschäft als Win-Win-Situation. Schließlich profitierten davon der Verkäufer und der Käufer.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Fällen bietet die Kanzlei PWB Rechtsanwälte auch im monatlichen Expertenbrief IHR RECHT und unter www.pwb-law.com

PWB Rechtsanwälte

Die Kanzlei PWB Rechtsanwälte (Jena) ist auf das Kapitalanlage-, Kapitalmarkt- und Wirtschaftsrecht ausgerichtet. Die Rechtsanwaltskanzlei vertritt private und institutionelle Kapitalanleger.

PWB Rechtsanwälte wird im JUVE-Handbuch als eine ausgezeichnete Kanzlei hervorgehoben. Die Kanzlei gehört zu den großen mitteldeutschen Anwaltskanzleien mit 13 spezialisierten Juristinnen und Juristen und rund 70 nicht juristischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Kontakt:
PWB Rechtsanwälte
Philipp Wolfgang Beyer
Löbdergraben 11a
07743 Jena
03641 35 35 08

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