Populistische Forderung, wenn man die Realität kennt!

Zum zehnten Jahrestag der Eröffnung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba haben am Mittwoch hunderte Menschen vor dem Weißen Haus in Washington demonstriert.

Sie zeigten Fotos von Gefangenen und stellten hinter Gittern Gewalt gegen die Häftlinge des Lagers nach. Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström forderte US-Präsident Barack Obama über den Kurznachrichtendienst Twitter auf, Guantanamo zu schließen. „Es hat in Guantanamo mehr Tote als Verurteilte gegeben“, kritisierte Vincent Warren, einer der Organisatoren der Protestaktion. Demnach starben acht Insassen während ihrer Haft, sechs wurden der Justiz übergeben. Frida Berrigan, eine weitere Organisatorin, sagte, die Demonstranten seien mit Wut, Energie und Hoffnung erschienen, um von Obama und dem Obersten Gerichtshof der USA die Schließung des Lagers zu fordern. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beklagte ein „Jahrzehnt der Menschenrechtsverletzung“.